Schriftstellerin

Aktuelles literarisches Projekt: Ein Weg durchs Meer

Autobiografische Prosa | In Arbeit

Was passiert, wenn eine einfache Internetrecherche das gesamte Familiennarrativ zerreißt? Mit Anfang dreißig fand ich Informationen über meinen Großvater Helmut Rauca: SS-Hauptscharführer im Ghetto Kaunas, verantwortlich für den Tod von über 10.000 jüdischen Menschen.

Mein entstehendes Buch beschreibt die radikale Bewegung vom angstvollen Verstummen hin zur aktiven Verantwortung. Es ist die Geschichte einer Spurensuche, die mich nach Litauen führte – zu den Orten des Massenmords, aber auch in die lebendige jüdische Gemeinde von heute. Bewegende Begegnungen und offene, vertrauensvolle Gespräche mit Überlebenden des Holocaust und Nachkommen ebneten den Weg zur Verständigung und Versöhnung.

Das Erbe des Schweigens brechen

Spurensuche in Litauen

Eine Annäherung zwischen Licht und Schatten: Mein Weg nach Litauen, um den monströsen Taten meines Großvaters zu begegnen und in der Wärme der Überlebenden Versöhnung zu finden. 

Presse zur Litauen Reise

Reportagen & Interviews

Meine Bücher

Vuchelbeerbaamland & Fatzvogel

Zwischen Lebenshunger und dem Schatten der Vergangenheit: Entdecken Sie meine Romane über das Erwachsenwerden in der Enge der Systeme.

Roman

Fatzvogel

  • Klappentext
  • Details

Die DDR liegt in den letzten Zügen und für die eigenwillige Marie ist es schwer, ihren Platz zu finden. Als Hilfspflegerin in einer »geschlossenen Anstalt« bei Dresden, die halb Irrenanstalt, halb Pflegeheim ist, hat sie mit fundamentalen Christen, darunter eifrige IMs, und ausbruchswilligen Insassen zu tun. Daneben quält sie das Wissen über ihren Großvater, der unter Hitler ein Massenmörder war. So bleibt ihr oft nur die Flucht in die Dresdner Kulturszene. Doch dann erlebt sie in der Wendezeit, als sie an der Ost-Berliner Schauspielschule ihren Traumjob studiert, unglaubliche Dinge.
Nach ihrem aufsehenerregenden Erstling »Vuchelbeerbaamland« erzählt Rauca in ihrem neuen Roman von der konfliktreichen Suche einer jungen, unangepassten, lebenshungrigen Frau nach Glück, Liebe und Identität.

Vuchelbeerbaamland
Roman
Mitteldeutscher Verlag 2008
ISBN : 978-3-89812-542-0

Roman

Vuchelbeerbaamland

  • Klappentext
  • Details

Irgendwie stimmt es von Anfang an nicht. Marie hat rote Haare und fühlt sich wie ein Hexenkind. Als ebenso phantasievoller wie widerspenstiger Wildfang wächst sie im idyllischen Vogtland auf. Stoisch blendet die liebevolle, aber strenge Mutter alles aus, was über den engsten Familien- und Kirchenkreis hinausgeht, der Vater erzieht die Kinder warmherzig, aber voll unterschwelliger Wut auf „die Roten“. Man verhält sich unauffällig – Marie jedoch fällt aus dem Rahmen. Bei den Mitschülern unbeliebt und in der eigenen Familie immer wieder aneckend, sucht Marie nach Orientierung und findet diese mal in der Kirche, mal in der staatlichen Ideologie. Da wird ihr ohnehin schwankendes Weltbild grundlegend erschüttert, als der in Kanada lebende Großvater in aller Öffentlichkeit an die BRD ausgeliefert wird und sie erfährt, dass ausgerechnet jenes Familienmitglied, dem sie sie sich wirklich verwandt fühlte und das für sie zum Symbol der Freiheit geworden ist, ein international gesuchter SS-Verbrecher ist.

„Vuchelbeerbaamland“ (dialektale Aussprache von „Vogelbeerbaumland“ und Symbol für die Region des Vogtlandes, aber vor allem für „die geistige Enge, Beschränktheit und Provinzialität, die überall sein kann“) erzählt in spielerisch-origineller Weise und mit oft beißendem Humor nicht nur eine Geschichte vom Erwachsenwerden im deutschen Osten, sondern von der überall schwierigen und konfliktreichen Suche nach Orientierung und Identität in der Vielschichtigkeit und Brüchigkeit der Systeme.

Fatzvogel
Roman
Mitteldeutscher Verlag 2014
ISBN 978-3-95462-126-2

Highlights

Presse- & Leserstimmen

Durch ihre bildhafte, assoziative Wortkunst gibt die Autorin den Lesern die Möglichkeit, in alles förmlich eintauchen zu können, wie als unsichtbarer Gast dabei zu sein und die jeweilige/n Atmosphäre, Situationen fast "unmittelbar" zu spüren.

Online-Rezension

Vuchelbeerbaamland

Reglindis Rauca ist es gelungen, ein kleines Meisterstück der Erzählkunst vorzulegen, dem man auch ihre Beschäftigung mit dramatischen Texten deutlich anmerkt.

    Kulturserver NRW, 10.12.2008

    Vuchelbeerbaamland

    Dem Mitteldeutschen Verlag ist mit Reglindis Rauca die Entdeckung eines besonderen literarischen Talents gelungen.

      kulturkurier.de

      Vuchelbeerbaamland

      Endlich mal wieder ein Buch das man nicht aus der Hand legt, in das man sofort eintaucht, man wird Teil der Geschichte, fühlt mit. Liest nicht, sondern erlebt.

      Online-Rezension

      Vuchelbeerbaamland

      Der Roman lässt sich als Zeitbild empfinden, das Reglindis Rauca wie ein Mosaik aus vielerlei Episoden und Reflexionen zusammenfügt. Eine literarisch geschickte und sprachkräftige Komposition, die zur Identifizierung drängt. …

        Freie Presse, Reinhold Lindner, 18.03.2014

        Fatzvogel

        Ein außerordentliches, großartiges Buch. … Bemerkenswert an diesem literarischen Debüt ist die Sicherheit der Komposition und die souveräne Nutzung auch moderner künstlerischer Mittel. Da wird zwar in der Regel chronologisch erzählt, aber Rückblenden, Assoziationen, lyrische Einsprengsel oder auch der sichere Umgang mit der Syntax machen das Buch lesenswert und spannend.

          Vogtland-Anzeiger, Dr. Lutz Behrens, 12. Juni 2008

          Vuchelbeerbaamland

          Fatzvogel ist ein gut geschriebenes, freches und vor allem authentisches Buch mit autobiografischen Zügen.

            MDR FIGARO, Ina Namislo, 11.11.2013

            Fatzvogel

            Ein poetischer Roman, in dem das Grauen zwischen den Zeilen schwebt.

              Brigitte Woman, Antje Liebsch, 11/2008

              Vuchelbeerbaamland

              … treffend formulierte Prosa, zupackend, fesselnd und mit der Gabe, eine Situation, eine Stimmung, eine Atmosphäre in wenigen Worten und knappen Sätzen plastisch werden zu lassen.

                Vogtland-Anzeiger

                Fatzvogel

                Fatzvogel (Auswahl)

                • MDR FIGARO, Buchvorstellung „Fatzvogel“
                  Fatzvogel ist ein gut geschriebenes, freches und vor allem authentisches Buch mit autobiografischen Zügen.
                  MDR FIGARO, Ina Namislo, 11.11.2013

                   

                • Im Dialog mit Hölderlin
                  Der Roman lässt sich als Zeitbild empfinden, das Reglindis Rauca wie ein Mosaik aus vielerlei Episoden und Reflexionen zusammenfügt. Eine literarisch geschickte und sprachkräftige Komposition, die zur Identifizierung drängt. … 
                  Freie Presse, Reinhold Lindner, 18.03.2014

                   

                • „Fatzvogel“ – ein Synonym für alle Unangepassten … treffend formulierte Prosa, zupackend, fesselnd und mit der Gabe, eine Situation, eine Stimmung, eine Atmosphäre in wenigen Worten und knappen Sätzen plastisch werden zu lassen. Vogtland-Anzeiger, Dr. Lutz Behrens, 11.12.2013  Rezension 

                Vuchelbeerbaamland (Auswahl)

                • WDR TV-Reportage über Reglindis Rauca (Autoren-Porträt)
                  frauTV, Sendung 21.01.2009
                  Redaktion: Heinke Schröder / Kamera: Paul Eisel
                  https://youtu.be/Yh4bbAVnF5U

                • Literaturförderpreis der Stadt Düsseldorf 2008
                  Reglindis Rauca ist es gelungen, ein kleines Meisterstück der Erzählkunst vorzulegen, dem man auch ihre Beschäftigung mit dramatischen Texten deutlich anmerkt.
                  Kulturserver NRW, 10.12.2008

                • Ein Buch und seine Geschichte:
                  Wann hatte das Schweigen begonnen?
                  Ein poetischer Roman, in dem das Grauen zwischen den Zeilen schwebt.
                  Brigitte Woman, Antje Liebsch, 11/2008  Reportage

                • zur Lesung in Plauen
                  Mehr als ein Roman über Plauen 
                  Vogtland-Anzeiger, 11/2008  Artikel 

                • zur Lesung in Plauen
                  Verdrängen ändert nichts an Vergangenheiten
                  Freie Presse, Reinhold Lindner, 11/2008  Artikel 

                • Frankfurter Buchmesse Special
                  Das Vogtländische und das Weltweite
                  Freie Presse, Reinhold Lindner, 16.10.2008  Interview 

                • Literarisches Debüt der Plauenerin Reglindis Rauca
                  Familientragödie per Google entdeckt
                  Vogtland-Anzeiger, Dr. Lutz Behrens, 23. August 2008   Reportage 

                • Plauen – ein Ort der ganzen Welt
                  Von der ersten bis zur letzten Zeile hält die Autorin den Leser in Atem … Die Welt ist mit all ihren Brüchen und Zwängen, Widersprüchen in diesem Buch greifbar, gespiegelt im Persönlichen, im Erleben.
                  Freie Presse, Reinhold Lindner, 8. August 2008  Rezension

                • Auf der Suche nach Orientierung
                  Ein außerordentliches, großartiges Buch. … Bemerkenswert an diesem literarischen Debüt ist die Sicherheit der Komposition und die souveräne Nutzung auch moderner künstlerischer Mittel. Da wird zwar in der Regel chronologisch erzählt, aber Rückblenden, Assoziationen, lyrische Einsprengsel oder auch der sichere Umgang mit der Syntax machen das Buch lesenswert und spannend.
                  Vogtland-Anzeiger, Dr. Lutz Behrens, 12. Juni 2008  Rezension

                • Dem Mitteldeutschen Verlag ist mit Reglindis Rauca die Entdeckung eines besonderen literarischen Talents gelungen.
                  kulturkurier.de

                  Ein heimlicher, umstrittener Bestseller.
                  unsere zeit, 19. Dezember 2008

                • Tschee SSR und Spinnpumpen
                  Ein gelungenes Romandebüt, ein Stück Zeitgeschichte.
                  Kulturmagazin Kunststoff, Ute Grundmann, 04/2008  Rezension

                  Endlich mal wieder ein Buch, das man nicht aus der Hand legt, in das man sofort eintaucht, man wird Teil der Geschichte, fühlt mit. … Diese Virtuosität in der Sprache habe ich zuletzt bei Jurek Becker gefunden und geliebt.
                  Leserstimmen auf Amazon 

                Vita

                • Herkunft: Geboren 1967 in Plauen, ev.-luth. sozialisiert, medizinische Ausbildung in Dresden.

                • Bühne: Schauspielstudium (u.a. HfS „Ernst Busch“ Berlin), Staatliche Bühnenreife 1993. Langjährige Engagements u.a. am Düsseldorfer Schauspielhaus und den Kammerspielen Paderborn.

                • Literatur: Freischaffende Autorin seit 2003. Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) Land Brandenburg.

                • Werke: Romandebüt „Vuchelbeerbaamland“ (2008) und „Fatzvogel“ (2014) im Mitteldeutschen Verlag.

                • Spurensuche: Seit 2017 intensive Recherche-Reisen nach Litauen (2018, 2019, 2025). Dokumentation durch Interviews und TV-Beiträge.

                • Heute: Lebt in Potsdam als Schriftstellerin, Schauspielerin, Sängerin und Lehrkraft für Deutsch an der Europäischen Sportakademie Brandenburg.

                Beiträge in Anthologien (Auswahl)

                • Verlag des Instituts für litauische Literatur und Folklore, Vilnius, „Ich fühle Sie wie eine Schwester“ – Erzählung in: Unsere Irena (2023)

                • Rotbuch Verlag, „Wut im Bauch“ – Erzählung in: Anthologie MDR-Literaturwettbewerb (2010)

                 

                Auszeichnungen und Stipendien (Auswahl)

                • VG WORT, Literatur-Stipendium im Rahmen von NEUSTART KULTUR (2021)

                • Land Brandenburg, Auslandsstipendium Sparte Literatur/Übersetzung/Dramatik für das Projekt: „Die Verbrechen meines Großvaters: Eine Spurensuche in Litauen“ (2017)

                • Landeshauptstadt Düsseldorf, Förderpreis für Literatur (2008)